InteGra 4.0

InteGra 4.0 basiert auf den grundlegenden Empfehlungen des deutschen Arbeitskreis Industrie 4.0, der unter anderem Forschungsbedarf in folgenden Bereichen sieht: (i) der horizontalen Integration über Wertschöpfungsnetzwerke, (ii) der digitalen Durchgängigkeit des Engineerings über die gesamte Wertschöpfungskette und (iii) der vertikalen Integration vernetzter Produktionssysteme.

Eine Online-Studie in Oberösterreich zeigt, dass rund 41 Prozent der befragten Unternehmen Barrieren und Probleme bei der Umsetzung des Konzepts Industrie 4.0 aufgrund unterschiedlicher IT-Systeme sehen. Zwar tauschen schon heute IT-Systeme über umfangreiche Schnittstellen Informationen aus, können diese Informationen aber nur einzelfallspezifisch nutzen. Hinzu kommt das Problem, dass viele unterschiedliche Schnittstellen Abhängigkeiten schaffen, die komplex und nur schwer zu verwalten sind. Es fehlt eine übergeordnete Gesamtsicht entlang der Wertschöpfungskette (von der Kundenanforderung über die Produktarchitektur bis zur Fertigung und Auslieferung).

Zielsetzung dieses Sondierungsprojekts ist es zu überprüfen, ob die Verschmelzung der Konzepte von Industriestandards zur (i) vertikalen und (ii) horizontalen Integration dazu beitragen kann, eine durchgängige Vorgehensweise bereitzustellen, um die gesamte Wertschöpfungskette, unter Berücksichtigung der horizontalen und vertikalen Schnittstellen, abbilden zu können.

In diesem Vorhaben arbeiten wir auch mit Produktionsunternehmen und Softwareherstellern zusammen, um sie einerseits für die Notwendigkeit des Forschungsthemas zu sensibilisieren und um andererseits die unterschiedlichen Sichtweisen der IKT- und Produktionsbranche bei der Definition von Referenzprozessen zur Schnittstellenkompatibilität mit einzubeziehen. Zudem erscheint es uns sinnvoll, mit interessierten Firmen in Interviews und Workshops erweiterte Adaptierungs- und Gestaltunghinweise für unser Vorhaben zu erarbeiten.